Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude

21.Tammus 5781

Arye Sharuz Shalicar[1], Sohn iranischer Juden, wächst in den 80er und 90er-Jahren in Berlin auf. Zunächst lebt die Familie in Spandau. Ein ganz normaler Junge, der die Schule für überflüssig hält und lieber mit seinen Kumpels Fussball spielt. Dass etwas bei ihm anders ist als bei seinen Schulkollegen, fällt ihm erst auf, nachdem er nicht am Religionsunterricht teilnehmen muss. Und als er erkennt, dass es für ihn weder Weihnachten noch Ostern gibt. 

Von seiner in Israel lebenden Grossmutter erhält er ein Geschenk. Eine goldene Kette mit einem Davidstern.

Als die Familie in den Wedding zieht, ändert sich sein Leben grundlegend. Hier spricht man nicht Deutsch, sondern Türkisch. Arye gleicht vom Typ den hier vorwiegend lebenden Jugendlichen. Für sie ist es nur wichtig, ob man Muslim ist oder nicht. Arye wich der Antwort aus, Fussballspielen war wichtiger. Nachdem er nie widersprach, hielt man ihn für muslimisch. Arye war zu dem Zeitpunkt 14 Jahre alt. 

Seine besten Freunde am neuen Gymnasium werden Mahavir, ein Inder und Mehmet, ein Türke. 

Gold- und Silberketten waren bei den Jugendlichen im Wedding sehr beliebt. Arye wollte dazugehören und begann, die Kette mit dem Davidstern zu tragen. Sie machte ihn cool und cool sein, dabei sein, das war es, was er wollte. 

Sein Vater warnte ihn, der Vater eines Freundes warnte ihn. Arye war blauäugig und naiv. Freunde sind und bleiben Freunde, auch wenn sie zu anderen Religionen gehören, so dachte er.

Doch es war Erdal, sein bester Freund aus Spandau, der irritiert war. Er, Arye, den er über Jahre hinweg ganz selbstverständlich als Muslim angesehen hatte, sollte ein Jude sein?

Auf einmal ist alles anders für ihn. Er wird von Arabern in der U-Bahn angepöbelt. Und konfrontiert seine Eltern mit der Frage nach seiner Identität. «Du bist ein Jude und die ganze Welt hasst dich.» Mit diesen Worten beginnt sein Vater die schon lange überfällige Erklärung. Für Arye beginnt der lange Weg, sich selbst zu finden.

Das Umfeld im Wedding ist türkisch geprägt. Obwohl er kein Türkisch spricht, integriert sich Arye schnell und gut. Seine Qualität als Fussballspieler und sein orientalischer Typ helfen ihm dabei. 

Als sie in der Schule einen Text über einen jüdischen Jugendlichen während des zweiten Weltkrieges lesen, muss Arye erleben, wie sein bester Freund sich als Antisemit zu erkennen gibt. «Meinst du nicht auch, dass alle Juden schlecht sind und sterben müssen?» Der geschockte Arye versucht zu hinterfragen, was er im Prinzip schon weiss. Mahavir sieht in ihm den Iraner und deshalb ganz automatisch auch den Muslim. Er gibt sich als Jude zu erkennen. «Ausserdem gibt es keine guten Juden und du bist mein Freund, du bist niemals ein Jude!» Als er ihm am nächsten Tag den Davidstern zeigt, ist Mahavir zunächst verwirrt und dann enttäuscht.

Das war das Ende der Freundschaft. 

Mahavir muss so gekränkt und verbittert gewesen sein, dass er alles tat, um die Religionszugehörigkeit von Ayre überall herumzuposaunen. Nach und nach wandten sich alle von ihm ab, in der Schule und im Fussballverein. 

In den Ferien, die er diesmal herbeisehnt, trifft er auf dem Basketballplatz auf eine Gruppe von Arabern, Palästinensern und Libanesen. Als er sich als Iraner zu erkennen gibt, heisst es sogleich «Also dann bist du auch Muslim! Hauptsache, du bist kein Jude.» Ihren Denkfehler zu korrigieren wäre möglicherweise tödlich gewesen, also schwieg er. Und glaubte, neue Freunde gewonnen zu haben. 

Arye schreibt: «So fühlte ich mich stark und cool, weil ich Schutz gefunden hatte gegen Leute, die mich hassen, weil ich jüdisch bin, und nur darauf warten, mir den Schädel einzuschlagen. Schutz allerdings von Leuten, die mich noch mehr gehasst hätten, wenn sie gewusst hätten, wer ich bin. Aber sie wussten es nicht. Es war eine schizophrene Situation. Ich näherte mich der einen Gruppe von Muslimen, um vor der anderen geschützt zu sein. Es war klar, dass das nicht lange gutgehen konnte.»

Bei einem zufälligen Treffen mit den alten Kollegen drohen sie ihm, es würde ihm schlecht ergehen, wenn er nochmals in ihr Revier käme. Die Regeln im Wedding sind hart. Wer nicht dazugehört, wird gnadenlos bekämpft. 

Arye trifft auf Sahin, einen gläubigen Moslem und freundet sich mit ihm an. Sahin muss im Wedding eine Ausnahme gewesen sein. Er war «kein bisschen kriminell».  Sahin konnte, so hatte er es gelernt, Juden eigentlich auch nicht leiden, hatte aber noch nie einen Juden kennengelernt. Für ihn war Arye zu wenig jüdisch, um ihn als solchen hassen zu können. Für ihn entsprach Arye zu wenig dem jüdischen Klischee. 

Auseinandersetzungen mit palästinensischen Gangs folgten. Mache sind lebensbedrohend, manche nur nervig. Sahin erwies sich als echter Freund. 

Auch Janica, Freundin aus seiner Zeit in Spandau, erweist sich als sicherer Hafen in seinem Gefühlschaos. Ihr konnte er vertrauen, von seinen Problemen erzählen. Die Eltern sind es nicht, die ihm helfen. Die Mutter hatte Angst, der Vater versuchte, sein Problem abzuwiegeln. Arye wollte nicht feige sein und begann seinen Davidstern wieder offen zu tragen. Die Angriffe auf ihn wurden immer schlimmer. Er ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch stark zu sein und einem Gefühl der Ohnmacht, die er als Feigheit empfindet. «Ein kleiner, von allen gehasster, feiger Jude.» Es schien ihm, als sei der ganze Wedding gegen ihn.

Nach wie vor fühlt er sich nicht als Jude, er versteht nicht, warum alle gegen ihn sind. Und er beginnt zu lesen und zu lernen. 

Unweigerlich wir er mit den israelisch-palästinensischen «Konflikt» konfrontiert und hört erstmals, warum er entstanden ist. 

In dieser für den nun fast 16-jährigen Jungen trifft er auf Husseyn, einen kurdischen Libanesen, «den nettesten Weddinger». Ihm gegenüber bekennt er spontan, jüdisch zu sein. Husseyn ist offenbar frei von Vorurteilen und mehr als das, er wird der beste Freund von Arye. Dass er dazu noch eine «Respektsperson» im Wedding ist, geniesst Arye ab sofort seinen Schutz. Durch Husseyn trifft er eine der damals berüchtigtsten Gangs. Oft trafen sich bis zu 50 Personen, jeder dieser gewaltbereiten Jugendlichen wäre eine Bedrohung für Arye gewesen, hätte er nicht unter Husseyins Schutz gestanden. Noch ist er ein akzeptierter Gast, den vollen Schutz der «Familie» würde er aber erst als Mitglied einer Gang geniessen. 

Um sich eine eigene Identität zu erschaffen, einen Namen, beginnt er Graffitis zu sprayen. Sein Name ARON1 gewinnt rasch an Bekanntheit. War es Frechheit oder jüdische Chuzpa, dass er ausgerechnet auf dem Terrain der bekanntesten Gang sprayte? Und dort Bükan, den Anführer der Black-Panther-Gang kennenlernte. Dass er einige von dessen Freunden kannte, hat ihm wohl die zu erwartenden Prügel erspart. Mehr noch, er wurde eingeladen, jederzeit zu kommen. Sein Traum, aufgenommen zu werden, erfüllt sich. Nun endlich fühlt er sich sicher und im Wedding angekommen. 

Langsam, aber sicher beginnt der bisher unauffällige Junge kriminelle Energien aufzubauen. Diebstähle und Schlägereien sind nun an der Tagesordnung. Die Schule interessiert ihn nicht mehr. Mit den Lehrern stand er wegen seines Verhaltens auf andauerndem Kriegsfuss. Ob er auf dieser Schule jemals das Abitur bestehen würde, stand in den Sternen. Doch in der 11. Klasse traf er dort seine erste grosse Liebe, eine Türkin namens Selma. Sie schafft es, ihn mit einigen seiner ärgsten Feinde auszusöhnen. Khalil, einer derjenigen, die ihm am schlimmsten zugesetzt hatten, kam auf ihn zu «Aron, du bist zwar Jude, doch du bist einer von uns, du bist ein richtiger Weddinger, Willkommen im Wedding!»

Plötzlich interessierte es niemanden mehr, welcher Abstammung er hatte oder welche Religion. Wichtig war es auf einmal nur mehr, sich als Weddinger zu fühlen und bei der richtigen Gang zu sein. 

Bei jeder Schlägerei war er dabei immer der Erste, wenn sich die Möglichkeit ergab, der Polizei aufzufallen. Gefängnisstrafen bleiben ihm zunächst erspart, er musste Freizeitarbeiten absolvieren. Arye, der einst unbescholtene Junge, wandelte sich zum Kleinkriminellen. Er dealte Haschisch, sprayte auf alles, was sich besprayen liess, plante Überfälle und Einbrüche. 

Der Vater wandte sich von ihm ab, die Familie drohte an ihm zu zerbrechen. Mehr und mehr wurde er zu dem, was Husseyn einmal als «Wir sind der letzte Abschaum Berlins!» bezeichnete.

Arye scheint in der Zeit innerlich zerrissen zu sein, einerseits war er unglücklich mit der ganzen Situation und fühlt sich gleichzeitig sicher und aufgehoben, weil er dabei ist. Bei den Jugendlichen, die ihr Leben ohne Plan und Ziel leben.

Auseinandersetzungen zwischen den Gangs der verschiedenen Strassen waren immer aggressiv, nicht selten gab es Verletzte. Und Arye stiess auch selbst zu. Aus dem Kleinkriminellen drohte ein Verbrecher zu werden. 

Janica ist über seine Entwicklung entsetzt. Sie hält ihm den Spiegel vor und warnt, dass er auf dem besten Weg ist, sich seine Zukunft zu verbauen. 

Selma, seine erste grosse Liebe, erteilt ihm eine schmerzhafte Abfuhr. Er muss sehr früh in seinem Leben den Satz hören, den niemand hören will «Lass uns doch gute Freunde bleiben.» Für sich, die Muslima und ihn, den Juden, sieht sie keine Zukunft. Er ist zutiefst enttäuscht, dass es wieder die Religion ist, die eine Beziehung stört, ja sogar verhindert. 

Janica, auch in diesem schwierigen Moment wieder sein Fels in der Brandung gibt ihm recht, für sie stelle die Religion nichts Trennendes dar, allein der Mensch sei wichtig. 

Aber auch sie kann es nicht verhindern, dass Arye sich in den folgenden Wochen so verhält, als wäre es sei grösster Wunsch, eine Gefängnisstrafe aufgebrummt zu bekommen. Um endlich, wie er schreibt, Zeit zu haben, und über das «völlig aus dem Ruder gelaufene Leben» nachzudenken. Bewaffnet ist er zu der Zeit nicht nur mit der Spraydose, sondern auch mit ganz realen Waffen, die er immer bei sich trägt. 

Einer tatsächlichen Verhaftung setzt er Gewalt entgegen. Er verletzt zwei Polizisten und bedroht einen Passanten, der ihn festhalten will mit seiner Waffe. Er verbringt eine Nacht auf der Wache. Es muss eine unruhige Nacht gewesen sein, denn nun, als es tatsächlich so weit war, bekommt er Angst. War das wirklich sein Leben, das er führte? Führen wollte?

Er muss die Schule verlassen, nachdem er das Pult mit Texten über den türkisch-kurdischen Konflikt beschrieben hatte. Die Texte waren faschistischer Natur. Zwar bildeten die Dialoge durchaus die Realität im Wedding ab, wurden aber von der Direktorin nicht akzeptiert. Er fühlte sich an dem Tag wie ein Verlierer, dem nichts gelang, nicht die Schule, nicht seine Beziehung zu den Eltern, noch seine Liebe zu Selma. 

Schlussendlich meldet er sich auf einem anderen Gymnasium an, um dort die letzten zwei Jahre zu absolvieren. Sein Freund Sahin war schon im Jahr zuvor auf diese einfachere Schule gewechselt. 

Nachdem sie bereits drei Jahre eng befreundet waren, entdecken Arye und Janica ihre Liebe füreinander. Diese Liebe tut beiden offensichtlich gut. 

Die neue Schule war ein Neustart. Aus dem chronisch faulen, an allem anderen, nur nicht am Lernen interessierten Jungen wurde ein Streber. 

Husseyn verlässt nach dem Ende seiner Schulzeit den Wedding und Arye steht nun ohne seinen Schutz da. Ein kurdisch-libanesischer Junge ist entsetzt, als er entdeckt, dass Arye jüdisch ist. Bisher hatte er das für einen Witz gehalten. Er akzeptiert ihn zwar, bittet ihn aber, den provozierenden Davidstern abzulegen, da er sonst nicht für seinen Onkel garantieren würde. Der würde ihn «ohne Zögern» erschiessen. Das war das Ende einer Zeitepoche für Arye. Er mied diesen Teil des Weddings, um nicht in Gefahr zu geraten. 

Wieder kommt es im Umfeld der Schule zu Streitereien, diesmal zwischen den «Kreuzbergern» und denen «aus dem Wedding». Und diesmal geht es schlecht aus für Arye, er wird scher verletzt und alles in ihm schreit nach Rache. Der Kampf verlagert sich nach Kreuzberg und artet aus. Er versucht, seine Haut zu retten, und auf einmal wird er von seinen vermeintlichen Freunden aus dem Wedding als Verräter, als Feigling dargestellt. Er wird aus der Gemeinschaft der Moslems, in der er als einziger Jude mit dabei gewesen war, ausgestossen. Er wurde wieder «zum Juden, den man hasste, verachtete, ignorierte und beleidigte».

Janica ist es, die ihn wieder aufbaut und unterstützt. Auch sie liebte Israel, war schon mehrfach dort gewesen und fühlte sich dem Land und dem Judentum sehr verbunden. 

Nach Abschluss der 12. Klasse reiste Arye mit seiner Familie für sechs Wochen nach Israel. 

Kurz darf kam der Stellungsbefehl der Bundeswehr. Als Jude hätte er ablehnen können zu dienen. Er spielte mit dem Gedanken, den Dienst bei der IDF abzuleisten. Diesmal war es Janica, die versuchte, ihn von seinen Plänen abzuhalten. Drei Jahre Dienst in Israel bedeutete drei Jahre, ohne in sehen zu können, das wollte sie nicht. Er beugte sich ihrem Wunsch und beantragte, den Dienst als Sanitäter bei der Bundeswehr ableisten zu können. 

Nach dem wunderbarerweise bestandenen Abitur nutzte Arye die lange Zeit, um, wo immer es nur möglich war, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Die Richter gaben ihm eine zweite Chance und verurteilten ihn zu einer verhältnismässig kurzen Haftstrafe in einer Jugendstrafanstalt. Eine bittere Erfahrung für ihn.

Im Militär lebte er zum ersten Mal als Deutscher unter Deutschen. Es gab keine Anfeindungen, es gab keine Angriffe. Es war der Beginn eines neuen Lebensabschnittes, in dem der Wedding immer mehr in die Vergessenheit abrutschte.

War er im Wedding immer als Jude angefeindet worden, so warf ihm seine teilweise sehr religiöse Familie in Israel vor, zu wenig jüdisch zu sein, eine Schande für das Judentum.

An der Uni steht Arye vor dem Problem, welche Fächer er belegen soll. Nichts interessiert ihn wirklich, bis er im Vorlesungsverzeichnis liest «Judaistik». Nichts, um damit Geld zu verdienen, aber das, was ihn interessiert. 

Wieder war er der einzige Jude. Aber diesmal war alles anders. Jeder hat seine eigenen Gründe, diesen Studiengang zu belegen. 

Ausgerechnet ein Deutscher, aufgewachsen weit weg vom spannungsgeladenen Wedding, erklärte, Hebräisch sei seine eigentliche Muttersprache, die er lernen wolle. Arye lernt eine für ihn völlig neue Sichtweise kennen. Das Unverständnis von Juden, die nicht verstehen können, wieso Juden nach der Shoa noch in Deutschland leben können und die voll von Vorurteilen sind. Meist gegenüber Moslems. Dani eröffnet ihm den Blick auf eine andere Seite Deutschlands. Die Neonazis, die Rassisten, die sich nun gegen Türken und andere Minderheiten wenden. Er hat ganz andere Erfahrungen in Bezug auf sein Judentum gemacht als Arye. Weltverschwörer, Untermensch, nichts scheint sich für ihn in Deutschland nach der Shoa verändert zu haben. 

Auch an der Uni gibt es klischeehaftes Denken. Aufgrund seiner Einstellung zum israelisch-arabischen Konflikt wird er als rechter Jude eingestuft, der den Frieden zwischen Israel und den Palästinensern verhindern wolle. 

Über Dani kommt Arye schliesslich in Kontakt mit jüdischen Kreisen und Organisationen. Wieder beginnt eine neue Zeit. Er beginnt, über die Auswanderung nach Israel nachzudenken und benennt es als das, was es ist, sein «Heimatland».

Das jüdische Berlin machte es ihm, dem orientalischen Juden, nicht einfach. Die Gemeinden und damit auch die Sportclubs waren strikt an den neu nach Deutschland eingewanderten Russen orientiert. Kaum einer von den Neueinwanderern schien wirklich jüdisch zu sein. Kreuze und Marienbilder waren häufiger zu sehen als der Davidstern. Das war nicht die Welt, die Arye suchte. Er entsprach nicht dem dort herrschenden Klischee, wurde wieder einmal abgelehnt, schikaniert. 

Der Entschluss reifte, nach Israel auszuwandern. 

Zuvor verbrachte er noch einige Zeit in den USA bei seiner Familie, die aus dem Iran dorthin ausgewandert war. Von ihnen erfuhr er viel über das Verhältnis zwischen Moslems und Juden in der ehemaligen iranischen Heimat. Ein Verhältnis, das noch schlechter gewesen sein muss, als das, das er im Wedding erlebt und erduldet hatte. 

Es war so schlimm, dass es einen schrecklich beleidigenden Spruch gab «Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude». Wobei man wissen muss, dass Hunde im Iran als die schmutzigsten Wesen überhaupt gelten. 

Im Jahr 2001, mit 24 Jahren wandert Arye nach Israel aus. Er ist angekommen. 


[1] Arye Shaurz Shalicar wurde 1977 in Göttingen als Sohn persisch-jüdischer Eltern geboren. Aufgewachsen in Berlin. Nach dem Abitur Militärdienst als Sanitäter. Studium Politikwissenschaften und Jüdische Studien an der FU Berlin. 2002 Auswanderung nach Israel. BA Politikwissenschaft an der Hebrew University Jerusalem. Militärdienst bei der IDF als Fallschirmspringer. 2009-2017 Militärsprecher, seither Militärsprecher d. Reserve. Seit 2017 Abteilungsleiter für internationale Beziehungen im Büro des PM in Jerusalem. Verheiratet, zwei Kinder, wohnt in der Nähe von Jerusalem. TB erschienen bei DTV 18.6.21, ISBN-10 3423349808



Kategorien:Aus aller Welt, Israel

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