Was geschah am 2. Januar?

29. Tevet 5782

Geboren:

1835 wird Mendele Moicher Sforim in Kopyl bei Minsk geboren. Die Übersetzung des Namens lautet: Mendele der Buchhändler. Gemeinsam mit Sholem Alejchem und Jitzchok Leib Peretz gilt er als einer der drei Urväter der klassischen jiddischen Literatur. Geprägt durch sein streng orthodoxes Elternhaus lernte er schon früh den Talmud und die Torah kennen. Nachdem er sehr jung seinen Vater verloren hatte, reiste er durch die Ukraine und Litauen. Seine Eindrücke des jüdischen Alltagslebens verarbeitete er später in seinen Werken. In Poldolien, einem Teil der damaligen Ukraine, begann er ein reguläres Studium, das ihn nach dem Abschluss befähigte, als Lehrer zu arbeiten. Nach einer gescheiterten Ehe zog er mit seiner zweiten Frau nach Schytomir, wo er auch das Rabbinerdiplom erwarb. Bis zu seinem Tod 1917 lebte er in Odessa, was zu der Zeit Zentrum der jüdischen Aufklärung war. In Odessa war er Lehrer und später auch Leiter der jüdischen Gemeindeschule Talmud-Torah.

1920 wird Isaac Asimov in Petrovici geboren. Mit seinen Eltern zog er 1923 in die USA und wuchs in Brooklyn auf. Seine Eltern wollten, dass er Medizin studierte, jedoch wurde seine Bewerbung von fünf Universitäten abgewiesen. 1919 schloss er sein Chemiestudium als erst 19-jähriger mit dem BA und 1941 mit dem Master ab. Nach kriegsbedingter Unterbrechung seiner Studien promovierte er 1948 zum Doktor der Biochemie. 1949 wurde er zum Assistenzprofessor an die Universität Boston berufen und erhielt dort später eine Daueranstellung. Diese gab er jedoch 1958 auf, um sich fortan nur noch dem Schreiben zu widmen. Aufgrund seines Interesses und seines Wissens an künstlicher Intelligenz wurde er wissenschaftlicher Berater des Filmes «Star Trek». Er war bis zu seinem Tod Präsident des Hochintelligenten Vereins Mensa. Am 6. April 1992 starb an einer HIV Infektion, die er sich bei einer Bluttransfusion zugezogen hatte, in New York.

Gestorben: 

2007 verstirbt Teddy Kollek, geb. am 27. Mai 1911 in Nagyvázsony, Österreich-Ungarn, in Jerusalem. Von 1918 bis 1934 lebte seine Familie in Wien. Einige Jahre vor dem Anschluss Österreichs an das Grossdeutsche Reich im Jahr 1938 wanderten sie nach Palästina aus. 1937 gründete er den Kibbuz Ein Gev am Kinneret. Während des Krieges war er in der Untergrundorganisation Hagana aktiv und setzte sich hauptsächlich für die Interessen der Juden in Europa ein. U.a. konnte er Eichmann überzeugen, 3.000 jüdische Jugendliche aus KZs zu entlassen und nach Grossbritannien ausreisen zu lassen. Während 28 Jahren amtierte er als Bürgermeister von Jerusalem. 1993 unterlag er im Alter von 82 Jahren dem Kandidaten der Likud, Ehud Olmert. 1966 rief er die Jerusalem Foundation ins Leben, deren Ziel es ist, die friedliche Koexistenz von Juden, Moslems und Christen in Jerusalem zu unterstützen. Leider war er auch federführend bei der Zerstörung des Marokkanischen Viertels nach der Rückeroberung Ostjerusalem im Jahr 1967. Dieses Viertel versperrte den Zugang zur Westmauer und war während der jordanischen Zeit in Ostjerusalem entstanden. Die 160.00 jüdischen Siedler, die während seiner Amtszeit in das völkerrechtlich diskutierte Ostjerusalem zogen, stellten eines der grossen Diskussionsthemen zwischen Kollek und anderen Politikern dar. Durch seine Initiative wurde das Israel Museum gegründet und einige Theater wurden revitalisiert. Im Jahr 2002 erhielt Kollek die österreichische Staatsbürgerschaft und wurde Ehrenbürger Wiens.



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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