Was geschah am 5. Januar?

5. Shevat 5782

Geschichte:

1895 wird der wegen Landesverrates verurteilte Offizier Alfred Dreyfus militärisch degradiert, bevor er deportiert wird. Was lag der Dreyfus Affaire zu Grunde? Am 20. Juli 1894 diente sich der französische Offizier Ferdinand Walsin-Esterhazy dem deutschen Militärattaché in Paris, Maximilian Friedrich Wilhelm August Leopold von Schwartzkoppen als Zuträger von Informationen an. Am 25. Sept. fand eine Putzfrau zerrissene Briefe und andere Dokumente im Papierkorb des Attachés und übergab diese dem französischen Geheimdienst. Es war schnell klar, dass es sich um militärische Geheimnisse, u.a. zu Waffen der Artillerie handelte. Als Verräter wurde schnell der Verdacht auf Alfred Dreyfus gelenkt. Der Artillerist war elsässischer Jude. Obwohl der Kriegsminister vom französischen Ministerpräsidenten aufgefordert wurde, Schritte gegen Dreyfus erst dann zu unternehmen, wenn sich weitere Verdachtsmomente ergeben würden, wurde er nur wenige Tage später verhaftet. Der Grund der Verhaftung war eine Falle, die ihm gestellt wurde. Im Büro des Generalstabschefs wurde er aufgefordert Schriftproben abzugeben. Nachdem man eine angebliche Ähnlichkeit zwischen diesen Proben und dem ursprünglichen Beweisstück gefunden zu haben glaubte wurde die Verhaftung vorgenommen. Nur wenige Tage später wurde in der Presse über den Fall Dreyfus berichtet. Beim anschliessenden Gerichtsverfahren diente das grafologische Gutachten als hauptsächlicher Nachweis seiner Schuld. Dies, obwohl es drei anderslautende Gutachten gab und der Grafologe keinerlei Erfahrungen im Schriftenvergleich hatte. Am 22. Dez. 1894 wurde er einstimmig für schuldig befunden und zu lebenslanger Verbannung und Haft verurteilt. Die öffentliche Degradierung fand am 5. Januar 1895 statt. Ab April 1895 lebte Dreyfus unter schlimmsten Haftbedingungen und in völliger Isolation auf der «Teufelsinsel» vor Französisch – Guayana. Zwischenzeitlich geriet der eigentliche Verräter, Esterhazy in den Verdacht, der Landesverräter zu sein. Ein von ihm selbst eingeleitetes Disziplinarverfahren und ein pro forma Prozess endeten mit einem Freispruch. Zeugen, die bereits gegen Dreyfus ausgesagt hatten, legten weitere, jetzt gefälschte Indizien vor. Der Freispruch Esterhazys am 11. Januar 1898 bewog Emile Zola dazu, zwei Tage später in der Zeitung L’Aurore einen offenen Brief mit dem Titel «J’accuse» an den Staatspräsidenten Felix Faure zu schicken. Frankreich war in «Dreyfusards» und «Anti-Dreyfusards» gespalten.

1985 endet die Operation Moses bei der zwischen 21. November 1984 und 5. Januar 1985 etwa 8.000 äthiopische Juden nach Israel evakuiert wurden. Während der grossen Hungersnot waren etwa Tausende Falaschen aus Äthiopien in den Sudan geflüchtet. Die Flucht überlebten mehr als 4.000 Menschen nicht. Israel beschloss, die Juden aus dem Sudan zu evakuieren. Dies geschah zunächst mit Schiffen und dann mit Flugzeugen. Mit Hilfe der neutralen Charter Fluggesellschaft Trans European Airlines (TEA) völliger Geheimhaltung gelang es, die Flüchtlinge über Khartoum ausfliegen zu lassen. Das machte es notwendig, die Flüge über den belgischen Flughafen Brüssel-Zaventem zu führen, da direkte Flüge über Ägypten nicht möglich waren. Als die «Operation Moses» öffentlich bekannt wurde, übten arabische Staaten auf den Sudan so starken Druck aus, dass dieser der TEA die Landeerlaubnis entzog.

Geboren:

1890 wird Sarah Aaronsohn in Zichron Ya’acov geboren. Ihre Familie gehörte damit zu den ersten aus Rumänien eingewanderten Zionisten. Zichron Ya’acov wurde 1882 von Baron Edmund de Rothschild gegründet. Aaron Aaronsohn, ihr Vater war der Gründer des Spionagenetzwerks NILI dem auch sie während des Ersten Weltkrieges angehörte. NILI war pro britisch und agierte hauptsächlich gegen das mit Deutschland verbündete Osmanische Reich. NILI ist ein Akronym für «netzah Israel lo ieshaker»  נֵצַח יִשְׂרָאֵל, לֹא יְשַׁקֵּר (Der Ewige Israels wird nicht lügen). Als während dem Ersten Weltkrieg die Situation der Juden unter der Herrschaft der Türken immer schlechter wurde, war der Zeitpunkt für die Aaronsohns gekommen, zu handeln. Aaron, dem Vater war es gelungen, mit amerikanischer Unterstützung wetterfesten Weizen zu erforschen. Seine Forschungsarbeiten ermöglichten es ihm, sich unbehelligt im ganzen Land zu bewegen. Die Mitglieder des Spionagerings NILI hofften, von den Engländern, die ihr Hauptquartier in Kairo hatten Hilfe und Unterstützung zu erhalten. Erst ein Besuch in Kairo, wo er während des gesamten Jahres 1917 als Verbindungsmann blieb, machte den Engländern den Wert des Spionagerings klar. Zunächst mit Signallichtern und später mit Brieftauben übermittelten sie dem britischen Kommandanten Allenby alle notwendigen Informationen über das türkische Militär in der Negev Wüste. Auf diese Art konnte sich Allenby auf einen Überraschungsangriff gegen die Osmanen vorbereiten. Im September 1917 landete eine solche Taube ausgerechnet auf dem Haus des türkischen Statthalters in Caesarea. Intensive Verfolgungen und Durchsuchungen führten zur Enttarnung und Festnahme nahezu aller Mitglieder. Türkische Soldaten kamen auch nach Zichron Ya’acov, umzingelten das Dorfzentrum und nahmen zahlreiche Verhaftungen vor. Unter den Festgenommenen befand sich auch Sarah Aaronsohn. Mit ihrer Festnahme hoffte sie, ihren Vater zu retten. Nach vier Tagen Folter verübte sie am 10. Okt. 1917 Selbstmord.

Nota Bene:

PM Nafatli Bennett zur vierten Impfung, ein Video. https://www.facebook.com/watch/live?ref=watch_permalink&v=964128274503183



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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