Was geschah am 9. Januar?

7. Shevat 5782

Geschichte:

1349 wird in Basel ein grosser Teil der jüdischen Bevölkerung, die auf eine Insel im Rhein verbannt worden waren in einem nur zu diesem Zweck erbauten Haus verbrannt. Ihnen wurde vorgeworfen, während der Pest die Brunnen der Stadt vergiftet und damit die Krankheit provoziert zu haben. Ziel dieser Brunnenvergiftung sei es, die christliche Bevölkerung auszurotten. Gerade um die Zeit der christlichen Feiertage kochte die Wut gegen die jüdische Bevölkerung auf. So wurde der jüdische Friedhof an Weihnachten 1348 verwüstet, obwohl die Pest noch gar nicht in Basel angekommen war. Besonders aktiv bei der Verfolgung der Juden waren die christlichen Geldverleiher, die ihre Konkurrenten ausschalten wollten. Am 16. Januar 1349 ging das Holzhaus auf der Rheininsel in Flammen auf. Damit endete zunächst das jüdische Leben in Basel.

2005 wird nach dem Tod von Jassir Arafat der jetzige Präsident der PA Mahmoud Abbas mit 62.3 % zum Nachfolger gewählt. Nachdem es seither keine Wahlen mehr gegeben hat, beginnt er heute das 18. Jahr seiner 4-jährigen Amtszeit.

Gestorben: 

1908 verstirbt Abraham Goldfaden, geb. 12. Juli 1840 in Starokostjantyniw (Ukraine) in New York. Als Knabe erhielt er eine umfassende Ausbildung nicht nur im Talmud und im Hebräischen, sondern erlernte auch Russisch und Deutsch. 1857 schloss er die Grundschule ab und begann sein Studium am rabbinischen Seminar in Schitomir, welches er bis 1866 besuchte.  An diesem Seminar wurden Beamte, Rabbiner und Lehrer für den russischen Staatsdienst ausgebildet. Einiger der Lehrer an diesem Seminar waren Vertreter der Aufklärung und ermutigten ihn, hebräische Lyrik zu schreiben, was er auch mit grosser Begeisterung tat. Nach der Ausbildung war er Lehrer in Simferopol und Odessa (Krim). Ab 1865 erfolgten Veröffentlichungen seiner jiddischen Lieder, der Übersetzung von «Nathan der Weise» ins Jiddische, sowie einer jiddischen humoristischen Zeitschrift. 1876 gelang ihm der Durchbruch mit seinen jiddischen Texten, die in Theatern und von Alleinunterhaltern aufgeführt wurden. Er engagierte Schauspieler und ging auf Tournee, die ihn bis nach Bukarest brachte. Seine Texte waren zumeist biblisch-historischer Natur. Seine Musikstücke umfassten das gesamte Genre von jiddischen, slawischen und chassidischen Volksliedern, über klassische Arien bis zu synagogaler Musik.  Seine strukturierten Theaterstücke hatten Erfolg, so dass er weitere jiddischen Theatergruppen gründete. 1883 wurden die jiddischen Theatergruppen auf Betreiben von orthodoxen Kreisen verboten. Zahlreiche Mitglieder der Ensembles emigrierten in den Westen, wo es zu teilweise sehr erfolgreichen Neugründungen kam. Nach Jahren des Hin- und Her zwischen der alten und der neuen Welt kehrte er 1903 endgültig in die USA zurück, war jedoch auf die finanzielle Unterstützung jüdischer Kreise auch in Europa angewiesen. 



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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