Was geschah am 18. Januar?

16. Shevat 5782

Geschichte:

1945 begann am heutigen Tag eine der zahlreichen Deportationen aus dem Warschauer Ghetto. Diesmal schlug den Soldaten heftiger Widerstand entgegen. Gegen Ende des Jahres 1942 war es den Untergrundorganisationen im Ghetto gelungen, sich zu vereinen und mit dem polnischen Widerstand zu kommunizieren. Auf diese Art erhielten sie Waffen und konnten Information über das Schicksal der Ghettobewohner und der bereits Deportierten aus dem Ghetto zu schmuggeln. 

Die Ghettobewohner versteckten sich und die Aktivisten der ŻOB (Żydowska Organizacja Bojowa) einer jüdischen Kampforganisation, unter Führung von Mordechai Anielewicz, leistete bewaffneten Widerstand. Obwohl sie die Deportationen um etwa vier Tage verzögern konnten, wurden 5.000 Menschen deportiert und 1.600 Juden erschossen.

1974 einigten sich Ägypten und Israel nach dem Yom Kippur Krieg von 1973  auf ein Truppenentflechtungsabkommen. Dieses sah den Rückzug der IDF vom West- und Ostufer, den Abzug der ägyptischen Truppen vor. Zusätzlich sollte eine Pufferzone eingerichtet werden. Zur Unterstützung war die Stationierung von UNO-Entflechtungstruppen vorgesehen. Mit Syrien wurde ein gleiches Abkommen später im Jahr vereinbart.

2009 beendet Israel mit einer einseitigen Waffenruhe die Operation Gegossenes Blei. Diese hatte als Reaktion auf den heftigen Raketenbeschuss durch die Terrororganisation Hamas auf den Süden Israels am 27. Dez. 2008 begonnen. Zuvor war am 19. Juni eine Waffenstillstandserklärung, die mit Hilfe von Ägypten für die Dauer von sechs Monaten ausgehandelt worden war, am 3. November von der Hamas gebrochen worden. Nach einigen, von beiden Seiten ausgeführten Militäraktionen, während sich beide Seiten des Vertragsbruches beschuldigten kündigte die Hamas die Vereinbarung einen Tag vor dem Auslaufen einseitig auf und nahm den heftigen Beschuss wieder auf. Nachdem im Frühjahr 2009 Wahlen in Israel anstanden, bei denen der amtierende Verteidigungsminister Ehud Barak selbst als PM kandidierte war es ihm wichtig, zuvor noch politisch punkten zu können. Die IDF hatte sich während der vorhergegangenen Monate akribisch auf eine weitere Runde der Gewalt vorbereitet. Die Angriffsstrategie war von Generalstabschef Gabi Aschekenasi gemeinsam mit VM Barak ausgearbeitet worden. Am späten Abend des 17. Januar gab PM Olmert bekannt, dass Israel seine Ziele, die Hamas zu schwächen, erreicht habe. Das israelische Sicherheitskabinett stimmte der einseitigen Waffenruhe zu, die am kommenden Tag, dem 18. Januar in Kraft trat. 



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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