Was geschah am 26. April?

25. Nissan 5782

Politik:

2022 Amichai Chikli, ehemaliges Mitglied der Regierungspartei Yamina wurde nach einer ganztägig andauernden Debatte im «Knesset Haus Komitee» mit 7:0 Stimmen bei drei Enthaltungen zum Überläufer erklärt. Dies hat für den ehemaligen MK weitreichende politische Folgen. Unter den Stimmenthaltungen war auch Idit Silman die vor wenigen Wochen ebenfalls aus der Yamina aus- und beim Likud eingetreten war. 

Beide, Chikli und Silman bezeichneten das im Basic Law vorgesehene Verfahren als »fürchterliches Spektakel».

Die wesentlichste Sanktion ist, dass er bei der kommenden Wahl, wann immer die auch sein mag, nicht für eine andere Partei antreten darf. Diese Partei kann eine bereits bestehende sein, oder eine speziell zu diesem Zweck neu gegründete. 

Terror:

2022 Der Grenzübergang Erez, der für zwei Tage geschlossen war, ist sei Mitternacht wieder offen. Palästinenser, die in Israel arbeiten, derzeit also etwas 12.000, sowie Studenten, die in Israel oder in Jordanien studieren, können wieder ungehindert nach Israel einreisen. 

Kultur:

2022 Das Haifa Symphony Orchestra plant unter der Leitung des deutsch-israelischen Komponisten David Miller einen Tabubruch. Müller plant, im September ein Konzert mit Werken von Richard Wagner zu geben. 

Seit dem Jahr 1938 ist die öffentliche Aufführung von Wagners’ Werken ein absolutes Tabu. Im Jahr 2001 dirigiert Daniel Barenboim in Jerusalem die Ouvertüre zu «Tristan und Isolde». Nachdem er das Stück als Zugabe eines Konzerts ankündigte, verliessen einige Zuhörer den Saal, andere versuchten, mit Lärm die Aufführung zu stören. 

Es gibt zwar kein Gesetz in Israel, dass die Aufführung von Wagner verbietet, aber bisher endete jeder Versuch schon in der Planungsphase in breiter Ablehnung. Richard Wagner war ein bekennender und extremer Antisemit.

Krieg in der Ukraine:

2022 Das Ministerium für Einwanderung und Integration gab bekannt, dass seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine 15.000 Flüchtlinge als Neueinwanderer in Israel angekommen sind. 8.800 stammen aus der Ukraine, 5.800 aus Russland und 400 aus Weissrussland. Weitere 10.000 sind bereits registriert und werden in den kommenden Wochen und Monaten ankommen. 

Gut 58 % sind im Alter von 18 bis 65 Jahren und werden in den Arbeitsprozess integriert werden. Die meisten Flüchtlinge arbeiten in den Bereichen Marketing und Handel, aber auch Technologie, Justiz, Medizin und Finanzwesen. 

Die meisten neuen Israel Bürger leben bereits in festen, ihnen zugeteilten Wohnungen, nur wenige sind noch in Hotels untergebracht. 

Die neu angekommenen Kinder sind bereits in das Schulsystem integriert, für die Erwachsenen stehen 40 neue Sprachschulen zur Verfügung.



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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