Was geschah am 4. Mai?

3. Ijjar 5782

Gestorben: 

2018 verstarb der am 5. Oktober 1937 als Abraham Reichstadt in Jaffa geborene Abi Ofarim in München-Schwabing.

Über Ofarims Kindheit ist nur sehr wenig bekannt. Bereits als 12-Jähriger begann er, an einer künstlerischen Karriere zu arbeiten. Seinen Militärdienst absolvierte er als Mitglied einer Theatergruppe. Dort traf er auch seine spätere Ehefrau Esther, mit der er von 1961 bis 1970 verheiratet war.

Die beiden gründeten das Gesangsduo Esther & Abi Ofarim im Jahr 1959. Während Esther mit ihrem wunderbaren Sopran eindeutig «tonangebend» war, übernahm Abi den Part des Gitarristen, background Sängers und Produzenten des Duos. 

Den grössten Erfolg feierte das Duo mit «Morning of my life» im Jahr 1967. Während Esther Ofarim nach der Scheidung eine erfolgreiche Solokarriere begann, konnte Abi Ofarim nicht mehr richtig Fuss fassen. Das kurzfristig bestehende Duo «Ofarim & Winter» produzierte zwar einige Platten, trennte sich aber bald wieder.

1979 war er für einige Wochen in der JVA Stadelheim in wegen Drogenbesitz und dem Verdacht auf Steuerhinterziehung in U-Haft. Die anschliessende Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

2009 erschien ein neues Album, welches er gemeinsam mit seinen Söhnen Gil und Tal eingespielt hatte. Beide Söhne entstammen der dritten Ehe von Abi Ofarim. Im Dezember 2021 machte Gil Negativschlagzeilen, als er einen Rezeptionisten des Hotel Westin in München wahrscheinlich vorsätzlich und fälschlich des Antisemitismus beschuldigte. 

2010 veröffentlichte er das autobiografische Buch «Licht und Schatten».

2014 eröffnete Abi, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin den Verein «Kinder von gestern – Jugendzentrum für Senioren»

Geschichte:

1949 Die Parade zum ersten Unabhängigkeitstag in Tel Aviv musste unterbrochen werden, weil die Veranstalter von der überwältigenden Zahl der Besucher überfordert waren. Es gelang den Sicherheitskräften nicht, die Feiernden von den Strassen fernzuhalten, um den Militärumzug sicher passieren zu lassen. Die Parade musste abgebrochen werden. Im Volksmund erhielt diese Parade den Spitznamen «Die Parade, die nicht vom Fleck kam».

1994 wurde in Kairo das «Gaza-Jericho-Abkommen» unterzeichnet. Unterschrieben wurde diese erste Umsetzung des 1993 als Oslo I bekanntgewordene Dokument von PM Jitzhak Rabin und PLO Chef Jassir Arafat. Durch dieses Abkommen erhielten die Palästinenser erstmals einige Gebiete zur Selbstverwaltung. Sie erhielten die Agenden über Verwaltung, Sicherheit und Justiz, während die Oberhoheit weiterhin durch die Israelis wahrgenommen wurde. Jüdische Siedlungen in diesem Gebiet erhielten einen Sonderstatus.  Für die PLO war dies die Geburtsstunde des zukünftigen Palästinenserstaates. Die UN-HRW beklagte, dass sieben Monate nach der Ratifizierung die Palästinenser immer noch keine Massnahmen getroffen hatten, den Vertrag umzusetzen, während Israel sofort mit dem Truppenabzug begonnen, ihn aber auf Drängen der Palästinenser wieder gestoppt hatte. PM Rabin kommentierte dieses Zögern «Sie sind noch nicht bereit, die Macht vor Ort zu akzeptieren».

1948/2022 Heute Abend um 19:45 endet der Nationale Gedenktag für die Gefallenen der Kriege und Opfer des Terrors. Dieser Moment ist vielleicht der Berührendste im ganzen Jahr. Markiert er doch den spontanen Übergang von Erinnerung und Trauer zu kollektiver Freude und Stolz. Israel feiert heute seinen 74. Geburtstag. Nach den Feierlichkeiten, die heute bereits in den Abendstunden stattfinden, ist morgen der Fly-over der IAF einer der Höhepunkte des Tages. Traditionell beginnt der Rundflug mit dem Überfliegen der Präsidentenresidenz in Jerusalem und führt von dort aus über alle Gebiete Israels. Natürlich ist das Überfliegen der Küstengebiete wieder ganz besonders spannend, da von dort aus auch die Flugshow am besten zu beobachten ist.

Flugzeuge der Emirates Airways werden in diesem Jahr erstmals an der Flugshow teilnehmen. Neben Maschinen der IAF werden auch zivile Flugzeuge der ELAL mitfliegen. Ebenfalls erstmals kommt auch eine Drohne zum Einsatz.

Bevölkerung in Israel:

2022 Ein paar Zahlen, die am Sonntag vom Statistischen Zentralamt veröffentlicht wurden.

Bevölkerungszahl gesamt: 9.506.000

Davon Juden:      73.9 % oder 7.02 Millionen

Davon Araber:     21.1 % oder 2.0 Millionen

Andere Gruppen:   5.0 % oder 478.000

Etwa 79 % der jüdischen Bevölkerung ist in Israel geboren

Es gab 191.000 Geburten und 55.000 Todesfälle

Insgesamt kamen 38.000 Einwanderer, die Hälfte von ihnen kamen aus Russland und der Ukraine. Es war dies die grösste Zahl von Neueinwanderern seit 20 Jahren. 

Sport: 

2022 Vom 15. bis 18. Mai wird die gesamte Profimannschaft des ewigen Bundesliga Zweiten BvB, Borussia Dortmund, nach Israel kommen. Neben einem Freundschaftsspiel gegen Maccabi Netanya, ist ein Besuch in Yad VaShem geplant. Borussia Dortmund unterstützt das Projekt «Haus der Sammlungen» mit einer Million Euro. In diesem Haus, dessen Grundsteinlegung erst vor wenigen Tagen stattfand, werden Dokumente, Artefakte und Kunstwerke von Opfern der Shoa für die kommenden Generationen ausgestellt und erhalten.

Gut gemacht, Jungs! Immer in der richtigen Richtung um den Borsigplatz fahren, und die ist …. linksrum!



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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