Was geschah am 14. Juni?

15. Siwan 5782

Geboren:

1868 wird Carl Landsteiner in Baden bei Wien geboren. Nach seiner Gymnasialzeit, die er am Gymnasium Wasagasse, damals KK Staatsgymnasium im IX. Bezirk Wiens 1885 mit der Matura abschloss, studierte er an der Universität Wien Medizin. 1891 promovierte er dort zum Dr. der Medizin.

Als in den 1890er-Jahren der Antisemitismusgedanke immer intensiver wurde, trat er zum römisch-katholischen Glauben über. Erst danach konnte er seine jahrelange Verlobte heiraten, die vom griechisch-orthodoxen zum katholischen Glauben übertrat. Seine Verleugnung des väterlichen Glaubens ging so weit, dass er rechtliche Schritte gegen einen amerikanischen Verleger einleitete, der ihn in seinem Buch «Who is who des amerikanischen Judentums» aufführte. 

1922 wanderte er mit seiner Frau nach New York aus, wo er am «Rockefeller Institute for Medical Research» forschte. 1929 hatte er, wie eine Frau die US-amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen. 

Nach Beendigung seines Studiums lebte er einige Jahre im Ausland, unter anderem in Zürich, Würzburg und München. Danach wandte er sich von der Praxis ab und wurde Assistent von Max von Gruber am Hygienischen Institut in Wien. Dort forschte er über die Immunität und das Wesen der Antikörper im Blut. 

Im Jahr 1900 entdeckte er, dass sich durch die Vermischung vom Blut zweier Menschen dieses verklumpte. Zunächst war ihm die Bedeutung dieser Beobachtung gar nicht bewusst. Dennoch forschte er weiter und kam zu dem Ergebnis, dass es drei Blutgruppen geben müsse. Für diese Forschungsergebnisse erhielt er 1930 den Nobelpreis für Medizin. Seine Erkenntnisse zum Verhalten der unterschiedlichen Blutgruppen untereinander führten im Jahr 1907 zu den ersten ausführlichen Vorgaben bei Bluttransfusionen. 

1903 habilitierte er sich im Fach Pathologie.

Zwischen 1898 und 1908 war er Assistent am pathologischen Institut der Universität Wien., wo er 1911 zum ausserordentlichen Professor ernannt wurde. Bis zum Jahr 1919 führte er fast 4000 Sektionen am Wilhelminenspital in Wien durch. 

Sein Arbeitsschwerpunkt lag in der Zeit auf der Erforschung der Übertragung von Kinderlähmung. Durch seine Entdeckung des Poliovirus gelang der Nachweis, dass es sich bei dieser Krankheit um eine infektiöse Krankheit handelt. Seine Versuche mit Affen dienten später als Grundlage für die Entwicklung des Impfstoffes gegen diese Krankheit. 

Mit 75 Jahren, am 24. Juni 1943, erlitt er einen Herzinfarkt, dem er zwei Tage später in New York erlag.

Politik:

2022 zog der ehemalige Religionsminister Matan Kahane, Yamina, den Zorn vieler MK auf sich. Aufgetaucht waren Aufzeichnungen eines Gesprächs, in dem er sagte, dass er «Wenn es einen Knopf gäbe, den man drücken könnte, der alle Araber verschwinden lassen würde, der sie in einen Schnellzug in die Schweiz schicken würde – mögen sie dort ein gutes Leben führen, ich wünsche ihnen alles Gute auf der Welt – ich würde diesen Knopf drücken.» Aber, so fügte er hinzu «Aber es gibt keinen solchen Knopf, es scheint unser Schicksal zu sein, auf irgendeine Art miteinander in diesem Land leben zu müssen.»

Der Clip des Mitschnitts war vom TV-Sender Khan publiziert worden. 

In der gleichen Veranstaltung in Efrat, einer Siedlung südlich von Jerusalem, bezeichnete er auch die zwei-Staaten-Lösung als «Unsinn», weil sie niemals Frieden bringen würde.

Diese Äusserungen wurden von zahlreichen MK auf das Allerschärfste kritisiert. Verständlicherweise kam die heftigste Kritik von der Ra’am Partei. «Matan Kahana, wir sind hier, weil dies unsere Heimat ist“, antwortete Ra’am MK Walid Taha. «Sie und die, die wie Sie denken, werden weiterhin Ihren Frust tragen, weil wir einfach nicht verschwinden werden.»

Die Aussagen von Kahane als ungeschickt zu bezeichnen ist weitaus untertrieben. Vor allem als Mitglied der Koalitionspartei Yamina sind sie verabscheuungswürdig.

2022 sieht auch PM Bennett die drohende Gefahr eines Zusammenbruchs der Regierungskoalition, wenn sich ihre Mitglieder nicht sofort wieder auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen. Diese sei es, die Koalition zu stützen und nicht eigenen Interessen nachzujagen. 

«Wir haben eine Woche oder zwei, um uns zu sammeln und weiterzumachen. Heute haben wir die Wahl zwischen Chaos und Stabilität, zwischen Lähmung und Fortschritt.»

Unmittelbar anschliessend ergriff Netanyahu das Wort. «Du kämpfst nicht für das Land, du kämpfst nur für deinen Sitz! Weil ihr, Bennett, Lapid und Abbas nicht für das Land kämpft, fürchten sich die Bürger des Landes.» bezog er sich auf die gerade abgeklungene Terrorwelle und fuhr fort «Eure erpresserische und protektionistische Regierung bröckelt, ihre Tage sind gezählt.»

Wenn es tatsächlich dazu kommt, dass die Regierung Bennett scheitert, dann stehen Israel unerfreuliche Jahre bevor, in denen der selbsternannte «beste Regierungschef» das Land in eine Autokratie umwandeln wird. 

Diplomatie:

2022 Die Vorsitzende der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen erhielt anlässlich ihres Besuches in Israel die Ehrendoktorwürde der Ben-Gurion-Universität im Negev. In ihrer Rede hielt sie fest «Der Antisemitismus ist nicht verschwunden. Er vergiftet nach wie vor unsere Gesellschaft. Antisemitische Angriffe finden immer wieder in Europa statt. Er hat eine neue Ausprägung, aber er ist der alte, schreckliche Geist. Jede neue Generation muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass die Vergangenheit nicht zurückkommt. 



Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline

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