Was geschah am 1. Mai?

30.Nissan 5782

Geschichte:

1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zu einem ganztägigen Streik auf. Das Ziel war es, den 8-Stunden Arbeitstag zu erzwingen. Das Datum wurde gewählt, weil an diesem Tag traditionell Wechsel in den Arbeitsstellen stattfanden. Bis dahin betrug die Arbeitszeit in der Regel 12 Stunden. Die Arbeitgeber reagierten erwartungsgemäss mit Aussperrungen und nahmen statt der streikenden Arbeiter Einwanderer unter Vertrag, die mit den Bedingungen einverstanden waren.

Es kam zu mehrtägigen, teils gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Streikenden. Mehr als 200 Demonstranten wurden verletzt, etwa sieben Polizisten starben, ebenso um die 20 Arbeiter.

1889 wurde auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen der 1. Mai als «Kampftag der Arbeiterbewegung» festgelegt.

Traditionell wird er seit 1890 mit Massenstreiks und Massendemonstrationen weltweit begangen. 

In Deutschland und Österreich ist er ein gesetzlicher Feiertag, in der Schweiz ist er kantonal geregelt. 

In Israel hat der Tag keinerlei Bedeutung, obwohl es immer wieder entsprechende Veranstaltungen gibt. Die Bank HaPoalim (Bank der Arbeiter) hat erstmals in ihrer Geschichte am 1. Mai 1991 die Filialen geöffnet.

1950 Die UNRWA, die als temporäres Hilfswerk für die palästinensischen Flüchtlinge geschaffenen Unterorganisation der UNO nimmt ihre Arbeit auf. Das Ziel ist es, auf die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge einzugehen.

Die Palästinenser sind die einzige Flüchtlingsgruppe, die als Einzelgruppe von der Uno betreut wird.

Alle anderen, laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR 82.4 Millionen Menschen, die Ende 2020 auf der Flucht waren – und das sind immerhin 1 % der Weltbevölkerung – werden durch das UNHCR betreut. 

Aus 550.000 palästinensischen Flüchtlingen, «deren ständiger Wohnsitz zwischen 1. Juni 1946 und 15. Mai 1948 in Palästina lag …» sind mittlerweile mehr als 6 Millionen geworden. Warum kann das sein? Der Flüchtlingsstatus ist vererbbar. Auch Adoptivkinder werden dazu gezählt. Auch, wenn sich ein Nachkomme eines ehemals echten Flüchtlings mittlerweile ein neues Leben irgendwo im Ausland geschaffen hat und de facto keinerlei Verbindung mehr zur Heimat seiner Vorfahren hat, für die UNWRA ist und bleibt er ein Flüchtling. Mit dem vollen Recht auf Rückkehr.

Die an sich als neutral geltende UNO ist im Zusammenhang mit den palästinensischen Flüchtlingen alles andere als neutral. Von ihnen redigierte und gezahlte Schulbücher enthalten falsche und antisemitische Inhalte, UN-Schulen in Gaza dienen als Raketenabschussbasen.

Gestorben: 

2011 verstarb der am 29. April 1912 in Danzig, Deutsches Kaiserreich, geborene Moshe Landau, in Jerusalem. 

Er besuchte die Oberschule, vergleichbar dem heutigen Gymnasium, in Danzig und ging anschliessend nach London, um dort das Jurastudium zu beginnen und 1933 abzuschliessen. 

Unmittelbar nach dem Abschluss wanderte er nach Palästina aus. Bereits 1937 erhielt er seine Zulassung als Rechtsanwalt und schloss sich einer bekannten Kanzlei, die von zwei ehemals deutschen Juristen geleitet wurde, an. Ab 1940 hatte er die Position des Amtsrichters bei der britischen Mandatsverwaltung in Haifa inne und war gleichzeitig bis zur Unabhängigkeit Israels in der Haganah tätig. 

Von 1953 bis 1982 war er Richter am Obersten Gerichtshof in Israel, von 1976 bis 1979 Vizepräsident und 1980 bis 1982 Präsident. 

Während des Prozesses gegen Adolf Eichmann im Jahr 1961 hatte der den Vorsitz am Bezirksgericht Jerusalem inne. 

1991 erhielt er den Israel Preis in der Kategorie Recht.



Kategorien:Aus aller Welt, Timeline

1 Antwort

  1. Die UNO-Resolution 194 betreffend die Rückkehr der Flüchtlinge war – weil von der UNO-Vollversammlung – unverbindlich, eine Empfehlung. Es gibt kein Recht auf Rückkehr. Pikanterweise hatten die arabischen Staaten, die damals gegen Israel einen Angriffskrieg führten, die Resolution abgelehnt.

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